Donnerstag, 15. August 2013

Vegan oder Verrückt? - Challenge Yourself

Was ist denn jetzt los?!

Ich bin bekennende Fleischesserin. Ich liebe Milchprodukte! Fleisch ist mein Gemüse und überhaupt...ohne Fleisch & Milchprodukte geht gar nichts.

Schon länger merke ich, dass mir aber weder das eine, noch das andere gut tut. Ich fühle mich nicht gut und trotz einer Ernährung, die allseits als ausgewogen bezeichnet wird, weisen meine Blutwerte Eisen- und Kaliummangel auf. Beides nicht sehr positiv zu bewerten.
Nach dem Essen fühle ich mich müde und unwohl und auch mein Magen rebelliert selbst gegen leichte Mahlzeiten wie frischem Salat mit Hühnerbrust-Streifen immer öfter.

Von natur aus bin ich eher nicht sehr begeisterungsfähig wenn es um so große Dinge wie Ernährungsumstellung geht. Aber es muss sich etwas ändern, denn ich persönlich merke, dass mich all die Zusatz- und Konservierungsstoffe krank machen...


Die Lösung?

Wer hat nicht davon gehört oder gelesen... Attila Hildmann's 30 Tage Challenge "Vegan for fit"...
Gefühlt macht jeder zweite diese Challenge und ich bin unsäglich genervt von der Flut der Instagram-Bilder und den Bloggern die versuchen zu missionieren.

Doch meine Neugier hat gesiegt. In langen Gesprächen mit meinem Mann haben wir ganz klar für uns erkannt...wir möchten nicht mehr länger den Zusatz- und Konservierungsstoffen, dem industriellen Zucker, Weißmehl-Attacken und Co unterworfen sein. Unsere Körper signalisieren ganz klar, dass das Gift für uns ist.
Auf Fleisch und Milchprodukte verzichten? Kam zwar kurz ins Gespräch, wurde dann beiseite gewischt um letztlich doch wieder zum Thema zu werden.

Das Fazit unseres Gesprächs: Wir wollen 30 Tage lang die "Vegan for Fit" Challenge durchziehen. Basically...Challenge Yourself und zwar gemeinsam.


Information ist alles 

Für 29,95€ (was ich ja echt happig finde!) habe ich das Buch zur Challenge erstanden.
Ich habe mich hier und da eingelesen, fand Dinge einleuchtend, die Rezepte lassen einem schon das Wasser im Mund zusammenlaufen und überhaupt motiviert Hildmann genauso sehr wie die Challenger die zu Wort kommen und ihre Erfahrungen teilen.

Im Nachtdienst habe ich mit einer Kollegin über das Buch und das Thema gesprochen. Erst absolut ungläubige Blicke, ich konnte ihr ansehen, dass sie denkt, dass ich verrückt geworden bin.
Dann habe ich meine Gründe erklärt, meine Gedanken dazu, es entstand ein angeregter Gedankenaustausch und plötzlich sehr viel Verständnis...zum Ende des Dienstes wollte sie sich das Buch selber bestellen...

Nun ist es an der Zeit einen Termin festzulegen wann die Challenge für uns beginnen soll. Es gilt vieles vorzubereiten und zu besorgen. 
Ich habe in veganen Blogs gestöbert, Fazits über die Challenge gelesen, nachgedacht, schon ein paar Dinge besorgt...Agavendicksaft und Quinoa...es wird bald ernst...


Meine Gedanken

Ganz ehrlich? Mein Kopf spielt verrückt!

Schaffe ich das? Warum tut man sich sowas denn an? Tut man sich eigentlich etwas an oder tut man sich nicht einfach etwas Gutes? Halte ich das durch? Wie soll ich das neben dem Schichtdienst denn zeitlich mit dem Kochen schaffen? Wird sich in meinem Denken etwas ändern? Werde ich etwas vermissen? Wird das nicht viel zu teuer? Wieso mache ich das eigentlich? 

Dazu kommt Spannung. Eine gewisse Vorfreude. Aufregung. Motivation.

Will ich das wirklich?

30 Tage Challenge und dann....

Natürlich habe wir uns schon darüber unterhalten was passiert, wenn wir die Challenge durchhalten und die 30 Tage um sind.
Derzeit sehen wir das so: wir möchten die Challenge schaffen und danach sehen, wie wir dieses Ernährungskonzept in den Alltag integrieren können. Wir möchten nicht dauerhaft vegan leben, aber ganz definitiv davon weg kommen Fertigprodukte zu essen, hormongeschwängertes Fleisch zu uns zu nehmen und auch davon, gedankenlos zu sein wenn es um die Auswahl der Lebensmittel geht.

Meine Hoffnungen und Erwartungen

Diese liegen ganz klar darin, dass durch das intensive Beschäftigen mit einer ganz anderen Form der Ernährung, mein Verhältnis zu Nahrungsmitteln gesünder und besser wird. Ich erhoffe mir eine Verbesserung meiner Lebensqualität und ich erwarte, dass sich die vegane Ernährung so positiv auf mich auswirkt, wie Hildmann es in seinem Buch schildert.
Ich hoffe, dass ich eine Ernährungsumstellung schaffen werde, die den ernährungsbedingten Problemen unserer Gesellschaft den Rücken kehrt (und ich bin SO froh, dass ich das nicht alleine schaffen muss!!!)

Was bedeutet das für meinen Blog?

Ich wurde gebeten und ermutigt über die Challenge zu bloggen. Ich möchte niemanden missionieren, ich werde diesen Blog nicht in einen Ernährungsblog umwandeln. Meine Berichte werden sich auf eine wöchentliche Zusammenfassung beschränken in denen ich die Dinge so berichte wie ich sie sehe und empfinde und wer meinen Blog regelmäßig liest, der weiss, dass ich sehr kritisch bin und vorallem ehrlich berichte.
Es liegt mir nicht Dinge schönzureden die ich nicht mag und ich denke, dass genau das der Grund ist, wieso einige Leser darum gebeten habe, dass ich die Challenge auch blogtechnisch begleite.
Wer daran kein Interesse hat, den bitte ich für 30 Tage um Verständnis. Abgesehen von dem wöchentlichen Bericht geht es hier nämlich sonst wie gewohnt weiter :)

Kommentare:

  1. Wow, Hut ab!! Ich drücke Dir ganz fest die Daumen für diese Challenge! Mein Motto lautet "alles in Maßen" und nach Möglichkeit kaufe ich Bio, was in meinem Ort nicht immer einfach ist, denn die Supermärkte führen so vieles nicht, was in den vegetarischen bzw. veganen Rezepten steht...
    Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Glück dabei und hoffentlich verschwinden Deinen Symptome ganz schnell! Freue mich schon auf einen ersten Erfahrungsbericht :)
    Ganz liebe Grüße an Dich,
    Duni

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    1. Das mit dem schlechten Angebot wenn es um Zutaten für vegetarische und vegane Rezepte geht ist wirklich ein Problem!
      Zum Glück gibt es einen grossen Bioladen um die Ecke von der Arbeit, so kann ich da wenigstens nach de, Frühdienst das ein oder andere besorgen, denn unser Kaff gibt in der Hinsicht auch nicht viel her....

      Danke Dir, ich bin echt so gespannt!

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  2. Ich finde es klasse, dass du darüber bloggst! Zumal ich erst mit dem Buch geliebäugelt hatte und es dann doch verworfen habe und mit einem anderen Ernährungsstil glücklich geworden bin. Na ja, bis jetzt zumindest. ;D

    Was auch immer nach der Challenge übrig bleibt, die Entscheidung, Zusatzstoffe und Fertiggerichte weitestgehend zu meiden, ist die beste, die ihr treffen könnt.

    Irgendwann werde ich mir das Buch - Preis ist echt happig! - mal zulegen. Nicht, um vegan zu leben. Aber um für die fleischlosen Tage ein paar nette Rezepte zu haben, die schmecken und gesund sind.

    Ich wünsch dir viel Erfolg! Und durchhalten! Tschakka, du schaffst das! ;)

    P.S: Was mich dabei interessieren würde, ist auch der finanzielle Aspekt. Und wenn ich lese, was da zum Teil für Lebensmittel benötigt werden, denke ich fast, dass das bisherige Essensbudget da nicht reicht... :(

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    1. Danke!!! :)

      Also wenn es um nette Rezepte für vegane Ernährung geht, dann würde ich mir eher andere Bücher kaufen. "Vegan for fit" hat zwar tolle Rezepte aber die 29,95€ wären mir da zu teuer für. Von Hildmann gibt es auch vegane Rezeptbücher für 14,95€, die würde ich für den Zweck wohl eher kaufen und bissi Geld sparen.

      Der finanzielle Aspekt wird in jedem Fall teil meiner Berichterstattung werden, denn der macht mir auch ein bisschen Magenschmerzen!

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    2. Super! Danke dir für den Buchtipp. Dann werde ich mal gleich danach schauen. ;)

      Zitat: "Der finanzielle Aspekt wird in jedem Fall teil meiner Berichterstattung werden, denn der macht mir auch ein bisschen Magenschmerzen!" Das ist trauig, oder? Es ist so leicht und bilig, sich mit ungesundem Zeug vollzustopfen. Aber in den Phasen, in denen ich wirklich konsequent auf gescheite Lebensmittel geachtet habe - und die waren weder Bio noch besonders exotisch- habe ich das deutlich bei den Ausgaben gemacht. Gut, wir sind drei Esser, die auch ordentlich zulangen. *seufz* Aber ätzend ist das schon und ich bin echt gespannt auf deine Berichte. ;)

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    3. Ich finde das nicht nur traurig sondern bedenklich!
      Da wird immer rumgejammert, dass die Deutschen so viele gesundheitlichen Probleme haben und die Krankenkassen so viele Ausgaben...dann sollte man doch mal generell darüber nachdenken, wieso es den Menschen so leicht gemacht wird sich schlecht zu ernähren und so schwer sich gesund zu ernähren!

      Mit Hartz IV (aber auch mit den trostlosen Gehältern die fast jeder bekommt und das bei stetig steigenden Preisen) ist es doch wesentlich verlockender die Tüte Pommes für 89 Cent zu kaufen als die Biokartoffeln für 4€ pro kg....

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    4. Habe was für dich, um die Motivation zu steigern. ;)
      Klick: NDR - Die Milchlüge

      Hm, hm, hm... vielleicht ist vegan gar nicht so übel. ;)

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  3. Ich find es toll dass du / ihr das machen wollt und auch ich & mein Freund haben schon länger überlegt, das Buch zu holen..ich bin sehr gespannt auf deine Erfahrungen und Berichte!

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    1. Vielleicht inspirieren meine Erfahrungen zu einer Pro- oder Contra-Entscheidung ;)

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  4. ... wir haben ja schon drüber gesprochen und ich bin wirklich gespannt, wie dein fazit aussieht... meine "bedenken" habe ich ja geäußert und bin sehr neugierig, was du unterm strich zu berichten hast... generell finde ich die grundidee spannend und einleuchtend, bin aber für mich unsicher, ob mir der aufwand nicht einfach zu groß ist... aber ich habe ja schon erwähnt: ich will das buch dann nach der challenge gerne mal ausleihen ;-) ... ich wünsche euch von herzen viel erfolg und freu mich - durchaus - auf deine wöchentlichen berichte...

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    1. Ich bin auch echt gespannt...ich weiss nicht wegen des Aufwands...ich koche ja auch so täglich und bereite Frühstück für den Mann zum Mitnehmen vor...in der Hinsicht wird sich nicht all zu viel ändern. Aber ich habe dennoch so meine Zweifel.
      Nach 30 Tagen Challenge bin ich schlauer :)

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  5. Meine Tochter wollte - obwohl absolute Fleischesserin - auch mal für ein paar Tage vegan leben. Und ich würde das gern mit ihr zusammen machen, ist nur blöd, weil mein Sohn ja eine Lebensmittelunverträglichkeit hat und daher vegan leben kaum in Frage kommt (könnte man machen, aber dann ist man wirklich 10 Stunden am Tag nur noch mit kochen, essen und einkaufen beschäftigt..). Daher werde ich mir demnächst auch ein kleines Kochbuch zulegen und ab und an einen veganen Tag einlegen. Auf Industriezucker verzichte ich sowieso schon bei den Sachen, die ich zuhause zubereite, ich hab es durch Erythrit und Xylit ersetzt, für Desserts mische ich das noch mit Kokoszucker.. wir essen viel Obst und frisches Gemüse, essen nur noch wenig Fleisch (das ist noch verbesserungswürdig, denn hier gibt es keinen Metzger, dem ich so vertrauen und den ich auch noch bezahlen kann!) und achten seit jeher sowieso auf alle Inhaltsstoffe. Trotzdem hab ich immer noch das Gefühl, dass es nicht genug ist - aber mehr geht halt momentan noch nicht. Also meine Hochachtung - ich werde gern lesen, was du so darüber berichtest! Und guten Appetit!

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    1. Lebensmittelunvertäglichkeiten sind natürlich immer so eine Sache...und den ganzen Tag würde ich auch nicht in der Küche verbringen wollen.

      Ich denke, dass ich erstmal ein gesamtes neues Konzept brauche um das, was ich weglassen möchte, auch weglassen zu können. Und das erhalte ich mit der Challenge auf jeden Fall. Nun, ich weiss was Du meinst...man möchte gern aber viele Dinge lassen sich auch nicht so umsetzen wie man es gern hätte.

      Aber mal sehen ob die Challenge mich da weiterbringt :)

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  6. Da ich auch schon ab und zu mit dem Gedanken gespielt habe, mal eine vegane Phase einzulegen, interessiert mich Dein Projekt sehr. Vor allem, wie es Dir mit dem Verzicht auf Eier und Milchprodukte geht. Mir macht es z.B. überhaupt nichts aus mich von Körnern, Obst und Gemüse zu ernähren. Wenn ich aber auf Milch, Joghurt und Käse verzichten soll, sieht das schon anders aus. Bin gespannt auf mehr und auf das eine oder andere erprobte Rezept.
    Lieben Gruss
    Sabine

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    1. Ich habe ein wenig Sorge, dass mir das alles fehlen wird. Ich mag Eier, Milchprodukte...all das gehört bei mir zur ausgewogenen Ernährung. Aber ich merke ja leider auch, dass mir das nicht so gut tut wie ich es gern hätte.
      Aber ich sage mir immer wieder, dass es 30 Tage sind und ich die auf jeden Fall schaffen werde...hoffentlich...

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Ganz lieben Dank für Deinen Kommentar, ich freue mich sehr darüber <3

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