Donnerstag, 1. November 2012

[Rezension] Tief im Wald und unter der Erde von Andreas Winkelmann

An einem einsamen Bahnübergang verschwinden immer wieder junge Frauen und tauchen nicht mehr auf.
Vermutet man bei der ersten noch, dass sie von zuhause abgehauen ist, wird man bei der zweiten schon sicherer, dass es sich hier um eine Entführung handelt.

Die Polizei beginnt zu ermitteln unter ihnen Nele, die das Team führt und ihre Lebensgefährtin Anou.

Zunächst gibt es keine Spur und alle Hinweise verlaufen im Sand, bis Anou in ihrer Wohnung vom Täter überfallen und entführt wird und der Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Tief im Wald und unter der Erde hat der Täter sein Versteck und dieses zu finden ist schwerer als angenommen.

Schliesslich wird Anou gefunden, doch der Täter ist weiterhin auf freiem Fuß und Anou weiterhin in Lebensgefahr.

Achtung Spoiler-Alarm!
Auf eine Empfehlung hin, habe ich "Tief im Wald und unter der Erde" gelesen. Man sagte mir, dass es sich um einen Psychothriller handelt der unglaublich spannend sei.
Natürlich bin ich, wie immer in solchen Fällen, mit hohen Erwartungen ans Lesen gegangen.

Die Story ist von Beginn an angsteinflössend und spannend, der Leser wird mit auf eine Reise in die tiefen Abgründe der menschlichen Natur mitgenommen. Man erfährt in diversen Rückblenden was der Täter als Kind und Teenager erlebt hat und wieso er so ist, wie er ist. Seine Story ist erschütternd, seine Taten noch mehr. 
Während des Lesens ist man hin- und hergerissen zwischen Mitleid mit dem Täter und der bloßen Abscheu vor ihm... Winkelmann macht es einem nicht leicht sich gänzlich von dem Gedanken "armer Mensch" zu befreien, egal wie abscheulich seine Taten auch sind.

Was mich  persönlich allerdings stutzig gemacht hat war die Auflösung des Falls, sie ist meiner Meinung zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Das Foto einer Radarfalle? Ich verstehe nach wie vor nicht, wie man ohne einen Anhaltspunkt wer der Täter sein könnte von diesem Radar-Foto zu einem Verdacht der mehrfachen Entführung und brutalen Ermodung kommt.

Abgesehen von dieser Unstimmigkeit finde ich das Buch richtig gut. Es ist absolut fesselnd geschrieben und lässt sich zügig lesen.
Die Spannung kommt nicht zu kurz, der Autor versteht es, die Fantasie des Lesers anzuregen und geht dabei auch auf die Urängste des Menschen an und für sich ein.

Gelungene Unterhaltung die ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann!

Andreas Winkelmann wurde 1968 geboren. Eine Leidenschaft für spannende Storys hatte er schon früh doch bevor er seine Laufbahn als Autor begann arbeitet er zum Beispiel als Soldat, als Sportlehrer und als Taxifahrer. Er lebt mit seiner Familie in der Nähe von Bremen.

Das Buch erschien am
10. August 2009  im Goldmann Verlag und hat ca. 416 Seiten. Preis ca. 8,95€,  ISBN: 978-3442469550


Kommentare:

  1. Klingt gut! Schreib ich mir auf meine Liste, wir haben ja nen ganz ähnlichen Geschmack was Literatur angeht :-) (bzw. nicht nur was Literatur angeht *g*)

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  2. Das Buch habe ich schon vor ein paar Jahren gelesen, weil es sich so unheimlich spannend angehört hat. Ich fand das Ende auch nicht gut, da stimme ich dir zu. Aber was solls, nicht jedes Buch ist ein Volltreffer. :-)

    LG
    Ina

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