Sonntag, 14. Oktober 2012

[Rezension] Manchmal muss es eben Mord sein von Frida Mey

Büroleichen aller Art

Wer andere schikaniert, lebt gefährlich – zumindest in der Umgebung von Elfriede Ruhland, die als freiberufliche Office Managerin von Büro zu Büro zieht. Dank ihr werden Arbeitsabläufe optimiert, Papierberge und Büroleichen aller Art verschwinden einfach. Denn ganz nebenbei, immer mit einem Lächeln auf den Lippen, entsorgt Elfie kurzerhand die wahren Problemfälle eines jeden Unternehmens – despotische Deppen mit Entscheidungsgewalt, intrigante Zicken aller Art, fiese Vorstandsmitglieder und perfide Controller. Wer auch immer auf seinen Untergebenen rumhackt, wird von Elfie mit geschickt inszenierten „Unfällen“ aus dem Weg geräumt. Ordnung muss schließlich sein. Doch dann geht etwas schief, und die junge Kommissarin Alex kommt ihr auf die Fährte. Obwohl die eigentlich ganz andere Sorgen und ebenfalls mit einem echten Drachen zu kämpfen hat – mit der herrischen Tante Agathe ihres Freundes Hubert, die mitsamt Mops bei ihnen einzieht und die sie nur zu gern zum Schweigen bringen würde.


Ihr erster Auftritt: Selten wurde so nett und freundlich gemordet wie von Elfie Ruhland. 

Quelle

Elfie ist eine ausgesprochen freundliche und hilfsbereite Person. Sie kommt mit allen Menschen gut aus...es sei denn, sie schikanieren andere und sind ungerecht. Das kann Elfie überhaupt nicht ertragen und deswegen hat sie einen Weg gefunden sich dieser Probleme anzunehmen.
In den Büros, in den sie als freiberufliche Office Managerin arbeitet, sollte sich jeder "Fiesling" vorsehen, denn sonst könnte es gut sein, dass diese von der Bildfläche verschwinden und zwar ein für allemal.
Lange Zeit hat Elfie sich dieser Probleme auch ohne Nachspiel annehmen können, bis es zu diesem einen Zwischenfall kommt der alles ändert.
Die liebenswerte und unschuldige Elfie wird angezweifelt und muss die Kommissarin Alex, die mit ihren ganz eigenen Problemen zu kämpfen hat, von ihrer Unschuld überzeugen.
Ob ihr das gelingt?


Darf es leichte, mörderische Kost sein? Dann ist dieser Krimi genau das richtige! Frida Mey, hinter der sich übrigens zwei Autorinnen verbergen, Friedlind Lipsky und Ingeborg Struckmeyer, hat / haben äusserst liebevoll einen Charakter erschaffen dem die Herzen zufliegen.

Elfie ist aus tiefstem Herzen von dem überzeugt was sie tut und erkennt dabei nicht, wie falsch ihr Handeln eigentlich ist. In ihrem falschen Handeln jedoch ist sie so charmant und freundlich und so gerecht, dass man als Leser gar nicht anders kann als sie sympathisch zu finden und darauf zu hoffen, dass die Geschichte für sie ein gutes Ende nimmt. Auch die Figur der jungen Komissarin Alex ist nicht minder liebevoll gestaltet und ihr Leben nicht weniger interessant als das von Elfie.
Die Entwicklung der Story ist spannend und interessant zu beobachten und obwohl die eine gegen die andere ermittelt und sie verdächtigt, verbindet die beiden etwas spezielles, nicht zuletzt ihre traurige Vergangenheit, und so wird Elfie zu Alex's Mutmacherin.  Die beiden geben eine tolle Kombi ab!

Das Buch ist leicht zu Lesen und trotz des eigentlich eher ernsten Themas, ist das Buch witzig geschrieben. Mir gefällt die lockere Art mit der Frida Mey die Geschichte umgesetzt hat / haben.

Manchmal muss es eben Mord sein ist ein Büro-Krimi der spannend ist und gleichzeitig wunderbar amüsant.
Von mir gibt's eine absolute Lese-Empfehlung!

Frida Mey sind Friedlind Lipsky und Ingeborg Struckmeyer. 
Friedlind Lipsky wurde 1957 geboren und stammt aus dem Weserbergland. Sie arbeitet als Journalistin.
Ingeborg Struckmeyer wurde 1942 geboren. Sie ist Diplom-Bibliothekarin und hat schreibt Kurzgeschichten die auch schon mehrfach ausgezeichnet wurden. Sie lebt derzeit in München.

Das Buch erschien am 05. Oktober 2012 im Aufbau Verlag und hat ca. 288 Seiten. Preis ca. 8,99€,  ISBN: 978-3746628684

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