Donnerstag, 26. Juli 2012

[Rezension] Fluss der Wunder von Ann Patchett

Marina arbeitet für das Pharmainstitut "Vogel", das vor Jahren einer Ärztin erlaubt hat, zu Forschungszwecken in den Urwald am Amazonas zu ziehen.

Diese Ärztin, Dr. Swenson, ist nicht nur Marina's ehemalige Ausbilderin, sondern auch langsam eine Belastung für Vogel.

So sendet das Pharmainstitut einen Mitarbeiter in den Urwald am Amazonas um, nach etlichen unbeantworteten Briefen, emails und Anrufen, endlich zu erfahren, wo Dr. Swenson mit ihren Forschungen mittlerweile steht und sie dazu zu bewegen zurück nach Amerika zu kommen.

Doch plötzlich kommt die Schreckensnachricht...der entsandte Mitarbeiter ist bei seinem Aufenthalt an einem Fieber gestorben.

Nun möchte man aufklären, was passiert ist und nach wie vor Antworten von Dr. Swenson zu ihrer Forschung erhalten und was läge da näher, als ihre ehemalige Studentin Marina zu ihr zu schicken.

Für Marina beginnt eine lange Reise bei der sie sich nicht nur mit sich selbst und ihrere Vergangenheit, sondern auch mit ihren Prinzipien und Loyalität auseinandersetzen muss.

Was hat es mit dem Stamm der Lakaschi auf sich, deren Frauen noch bis ins hohe Alter von 75 Jahren, und älter, Kinder gebären? Und wie wirkt sich das auf Malaria aus? Fragen über Fragen...

Sie sucht Antworten, findet sie und macht unglaubliche Entdeckungen am Amazonas.

 

 


Für ”Blogg Dein Buch” durfte ich “Fluss der Wunder” vom Bloomsbury Verlag lesen.

Die Beschreibung und der Klappentext haben mich sofort angesprochen. Der Inhalt klang nach Spannung und vielen Geheimnissen und so konnte ich es gar nicht erwarten mit dem Lesen loszulegen.

Die Ernüchterung liess nicht lang auf sich warten. Die ersten 100 Seiten waren ermüdend...langatmig und hatten meiner Meinung nach nicht so wirklich etwas mit der Geschichte selber zu tun, das bestätigte sich übrigens auch im Lauf des Buchs.

Dann kam für ca. 50 Seiten etwas Spannung auf, die dann aber wieder für weitere 100 Seiten einschlief um dann auf den restlichen 100 Seiten langsam vor sich hinzutröpfeln und nicht richtig in Fahrt zu kommen.

Das Lesen fiel mir sehr schwer. Wirklich schwer. Ich musste mich teilweise zum Lesen zwingen, hätte am LIebsten die Seiten überblättert, habe es aber nicht getan.

Man darf mich hier nicht falsch verstehen, die Geschichte hat Potential, ist gut angedacht worden und man könnte sie problemlos auf 150 Seiten zu einem spannenden Roman verpacken...denn über die Hälfte des Romans sind unnötige und langweilige Informationen, es wird zu viel um die eigentliche Geschichte gewoben, zu ausschweifend und so schrecklich ermüdend für den Leser.

Ich wollte gern wissen wie es ausgeht, habe die Spannung gesucht und mir gewünscht, dass sie gebündelt würde und die Geschichte kompakt zusammengefasst wäre.

Die Autorin kann schreiben, kein Thema, sie hat einen guten und leicht verständlichen Schreibstil, aber sie verweilt zu sehr bei unwichtigen Details und langweilt ihre Leser mit Szenarien, die dem Buch nicht zuträglich sind, die keine Spannung enthalten und dafür sorgen, dass man das Buch einfach nur aus der Hand legen möchte.

Einige Passagen scheinen auch nicht gut durchdacht, unfertig. Insgesamt fehlt dem Buch, meiner Meinung nach, der Feinschliff und die Streichung von über der Hälfte des Textes, um es zu einem spannenden, guten Buch zu machen, wie es eines sein könnte.

Der Versuch war großartig, ebenfalls die Ideen...was herausgekommen ist, ist mehr als enttäuschend und - auch wenn ich mich wiederhole - einfach nur langweilig und viel, viel zu langatmig.

Leider gibt es von mir für diesen Roman nur 2 von 5 Sternen. 2 Sterne auch nur deswegen, weil der Ansatz im Prinzip richtig gut ist und man hier nur nicht verstanden hat, die Story in ein gutes Buch umzusetzen. Schade.

Das Buch kann man übrigens hier bestellen.

Kommentare:

  1. Ja Abschied war echt schwer. Iwie kommt man sich dann voll wie nen Arsch vor, wenn die Kinder wegen einem weinen, oder?
    Aber dann muss man mal wieder sehen, dass es auch nur nen Job war. Ich bin froh um die Erfahrungen in dem jahr, aber mein richtiges leben ist schon hier ;)

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  2. Es war auf jeden Fall eine wichtige Erfahrung und sie bereichert einen fürs Leben :)
    Und klar kommt man sich wie ein Arsch vor, aber wie Du sagst, letztlich ist es "nur" ein Job und die Kids mögen ihre nächste Nanny bestimmt auch und vergiessen Tränen wenn sie wieder geht...

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Ganz lieben Dank für Deinen Kommentar, ich freue mich sehr darüber <3

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